Vom Wendalinusdom über den hl. Wendelin am Mia-Münsterhaus zur Wendalinushöhle bei Baltersweiler und über Urweiler zurück nach St. Wendel

Pilger OKtober 2018

Unsere Pilgerwanderung am 20. Oktober 2018

Los ging es am Samstag morgen um 11.15 Uhr mit dem Pilgersegen im Dom, den uns Diakon Andreas Cuzlak spendete. Aus allen Pfarrgemeinden kamen die Pilger, auch aus den umliegenden Orten und von weit her, sogar aus Saarbrücken und St. Ingbert. Die Pilger aus Saarbrücker übernachteten von Freitag auf Samstag in der Jugendherberge in Tholey, damit sie morgens zeitig vor Ort waren..

So starteten wir mit einer wirklich großen Gruppe in Richtung Mia Münster-Haus, wo wir mitten in der Stadt unsere erste Station machten. Glauben leben – Glauben zeigen.

Impulse rund um das Thema „Achtsamkeit“ - damit setzten wir uns an vier Stationen auseinander. Unser Weg führte über den Lanzenberg , wo wir oben auf dem Berg zwischen den Apfelbäumen kurz verschnauften. Als wir an den Winkenbacher Hof kamen, der am Ende eines Tälchens liegt, das noch zu St. Wendel gehört, auf der einen Seite begrenzt von Bliesen, auf der anderen von Baltersweiler, überraschte uns Familie Maurer mit Kaffee und Kuchen an ihrem Gartenhäuschen.  Die wohltuende Pause bei schönem Wetter genossen wir in ihrem Garten.

Mit einem aus dem Stegreif gedichteteten Dankeslied verabschiedeten wir uns von Familie Maurer und machten uns über Feld- und Waldwege in Richtung Wendalinushöhle. Diesen Teil des Wegs, der zunächst auf Bliesener, dann auf Baltersweiler Bann führt, legte die Gruppe schweigend zurück. Im Vorfeld hatten wir „Impuls Sätze“ auf dem Weg ausgelegt, die die Teilnehmer im Vorbeigehen aufnahmen und darüber nachdenken konnten.

Oben im Wald kamen wir auf die alte Trierer Straße, die von St. Wendel aus über Güdesweiler bis zum Bostalsee führt und zum größten Teil identisch ist mit der hiesigen Skulpturenstraße, und folgten ihr bis wir zum „Grauen Dorn“, der an dieser Stelle auch „die Dachslöcher“ genannt wird und genau auf der Grenze zwischen Bliesen und Baltersweiler liegt. Hier bogen wir rechts ab vom Weg und stiegen hinunter zur Wendalinushöhle, die mitten im steilen Hang liegt; der Weg dort hinunter ist sehr mühsam, weil - mit Stufen vorgesehen für Fußgänger - von Mountainbikern zweckentfremdet wird und ein wenig zerfurscht ist. Einige der ungefähr vierzig Pilger kannten diese Höhle überhaupt.

Nach einer örtlichen Legende soll durch diese Höhle der hl. Wendelin auf wunderbare Weise mit seiner Schafherde ohne Zeitverlust zum Hofe seines Herrn im entfernten Tholey gelangt sein. In den vergangenen Jahrhunderten wurde sie und ihre viel kleinere Nachbarhöhle, die keinen eigenen Namen hat, wohl von den Arbeitern, die in den zahlreichen Gruben und Mulden der Dachslöcher Sand und Steine gebrochen haben, als Unterstand benutzt.

Sie reicht gut sechs Meter tief in die Felswand hinein; ihr hinteres Ende ist vom Eingang her nicht einsehbar und damit auch vor der Witterung besser geschützt. Dort haben findige Geister kleine Nischen in die Wand geschlagen, die wir im Vorfeld nutzten, um Kerzen dort aufzustellen. Ein eintretender Besucher sieht zuerst die Lichtpunkte dieser Kerzen, bevor sich seine Augen an das Halbdunkel gewöhnt haben. Dabei entsteht eine besondere Atmosphäre, die bei unseren Teilnehmern stets sehr gut ankommt.

Wir folgten dem Pfad, der nach unten ob der Zerstörung durch die Radfahrer noch schwerer zu begehen ist, zu dem Weg ein Stückchen unterhalb, der parallel zur B-41 verläuft. Das Hinweisschild zur Höhle, das dort in den Wald zeigt, ist stark verwittert und leider kaum noch lesbar.

Wir überquerten die Brücke der B41 und wandten uns nach links in Richtung Wolkenstein. Auch hier gestalteten wir einen weiteren Impuls, allerdings wurde aus dem angestrebten Kreis der vielen Pilger wegen eher ein Dreieck J.

Aus Zweigen hatten wir ein Pilgerkreuz gebunden, das wir nun mit Blumen und Blättern verzierten, die den Wegesrand säumten.

An der Panzersperre oberhalb von Baltersweiler, deren Bemalungen aus den 1970ern noch gut zu erkennen sind, wanderten wir über die Skulpturenstrasse durch blühende Rapsfelder  in Richtung Urweiler. Hinter dem „Grossen Fuß“ überquerten wir die Landstraße und stiegen in das Todbachtal hinab und am jüdischen Friedhof gleich wieder hinauf. In der Elsenbach überraschte uns eine Frau, die ihr Haus mit einer Wendalinusstatue geschmückt hatte. „Ich hab im Pfarrblatt gelesen, daß Ihr hier vorbeikommt“ , sagte sie.

Wir passierten Urweiler und gingen - den Wendelsdom immer vor Augen - in Richtung St. Innenstadt, wo wir im Pfarrgarten beim Hl. Wendlelin unseren Abschluss machten und unser Pilgerkreuz ablegten. Mit dem Lied - Möge die Strassen uns zusammenführen- gingen wir in der Hoffnung auseinander, daß uns unser Pilgerweg bei der nächsten Pilgerwanderung sicher wieder zusammenführen wird.

Anne Geiger und Anne Kessler

Morgenwanderung mit Open-Air Hochamt an Maria Himmelfahrt

Mit einer Premiere der besonderen Art hat die Pfarrgemeinde St. Anna gemeinsam mit der Pfarreiengemeinde St.Wendel einen spirituellen Akzent gesetzt. Frühmorgens um 5 Uhr zogen vier Gruppen in tiefer Dunkelheit mit Fackeln von der St. Annenkirche, dem Wendelsdom, St. Marien in Urweiler und St. Remigius in Bliesen zur Baltersweiler  Höhe. Zu ihnen gesellten sich Gläubige aus dem nahen Baltersweiler und sogar eine Fahrradgruppe.

 Fleißige Helfer hatten am großen Fuß einen Altar mit Kerzen und Holzkreuz aufgebaut - mit dem großen Zeh als Altartisch. Pastor Leist grüßte die mehr als 60 Anwesenden und feierte mit ihnen das Hochamt zum Fest Maria-Himmelfahrt. Der Gesang wurde begleitet von einem Musikanten  mit seiner Trompete. Der Frühnebel, die zum Gebet versammelten Pilger, der gemeinsame Gesang, alles ergab eine ganz besondere Atmosphäre.

 In der Predigt fand Pastor Leist die passenden Worte zum Festtag, und die Fürbitten wurden von einzelnen Besuchern gesprochen. Die Wandlung war gerade zu Ende, das Vaterunser gesprochen, da lugte die Sonne über den Kesselberg im Osten und vertrieb den Rest von Dunkelheit und die Kühle des Morgens.

  Nach dem Gottesdienst, zu dem während seines Verlaufes immer noch Leute hinzustießen, wurden alle zum Frühstück eingeladen. Der heiße Kaffee, der Kranzkuchen und das frische Brot wurden dankbar angenommen. Mit dem Gedanken, diese Morgenwanderung im nächsten Jahr zu wiederholen, verabschiedeten sich die Teilnehmer und wanderten in der Morgensonne gen Heimat.

Anne Kessler, Elfi Hausmann, Anne Geiger

 

Pilgerwanderung vom 4.-6. Mai mit den Perlen des Lebens von Trier nach Saarburg

 Am Freitag trafen wir 7 Saarländerinnen - mit dem Bus durch den Hochwald kommend - in Trier die 4 Eifelaner, die mit der Eisenbahn aus Mechernich angereist waren. Im Kreuzgang des Trierer Doms teilten Margret Thome und ich wir die Pilgerhefte und die „Perlen des Lebens“ aus. Bei der aus 18 Perlen bestehenden Kette, die vom schwedischen Bischof Martin Lönnebo gestaltet worden war, hat jede Perle eine Bedeutung, steht für eine Lebensfrage, einen Gedanken oder ein Gebet.

Nach unserer ersten Meditation zur Taufperle und dem 1. Lied „Zeige uns den Weg“ wanderten wir vom Dom aus in Richtung Maria Hof gut zwei Kilometer lang den Berg hinauf. „Fast wie der Gang nach Kanossa“, merkte eine Pilgerin an. Der Weg schien keine Ende zu nehmen.

Für sechs Teilnehmer war es das erste Mal, mit Rucksäcken drei Tage am Stück unterwegs zu sein. Über Feld- und Waldwege und Impulsen rund um die Perlen erreichten wir schon bald das Landhaus Euchariusberg in Obermennig, unsere erste Übernachtung.

Nicht nur die erwanderten Kilometer am Tag, auch die gemeinsam verbrachten Abende stärken das Wir-Gefühl. Damit wächst die Gruppe immer mehr zusammen.

Nach dem Morgenlob mitten im Weinberg mit Blick auf gelbe Rapsfelder schritten wir in Richtung Ayl. Mitten in Oberemmel machten wir auf dem Dorfplatz zur Verwunderung mancher Anwohner unser Picknick. Munter ging es mit Gesang und Meditation rund um unsere Perlenbänder durch die Weinberge nach Ayl. Bei den sonnigen Temperaturen waren wir alle froh, als wir im Gästehaus ankamen. Es „zischte“, als wir unseren Durst stillten - die Rucksäcke waren ganz schön schwer geworden. Nach dem Abendessen schlossen wir den Tag mit dem Abendlob.

Auch am letzten Tag wurden wir von der Sonne verwöhnt. Unser Morgenlob beteten wir vor der Kirche in Ayl, dann stiegen wir den steilen Weinberg hinauf. Im Tal sahen wir die Saar und rechterhand die Weinberge und das bei wolkenlosem blauen Himmel…

Unser Ziel - Saarburg - rückte immer näher. Unterwegs pflückten wir Blumen, um unser selbst gebundenes Kreuz aus Weinreben zu schmücken.

Am frühen Mittag kamen wir schnaufend in der ev. Kirche oben auf der Burg an, wo wir von der evangelischen Laienpredigerin Alexandra Lossejw begrüßt wurden. Sie feierte mit uns die Abschlussandacht. Alle waren wir stolz und glücklich, wohlbehalten und unversehrt - bis auf ein paar Blasen - an unserem Ziel angekommen zu sein.

Am Bahnhof trennten sich dann unsere Wege wieder, was uns nach den drei gemeinsam erwanderten Tagen sehr traurig stimmte.

Eine Teilnehmerin gab uns mit auf den Weg:

Die Gespräche untereinander haben sehr gut getan und uns gezeigt, wie einfach es ist, mit so unterschiedlichen Menschen auskommen zu können. Das wünsche ich der ganzen Welt.

 

Anne Geiger & Margret Thome

 

 

 

 

 

 

 

 

Fastenwanderung am Palmsamstag

Nach dem 1.sten Pilgersegen

 

 

Das Thema unserer Wanderung hieß „Pilgern und Fasten“, denn beides hat mehr miteinander zu tun, als man glauben mag.

Die Pilgerinnen kamen nicht nur aus allen Pfarrgemeinden, sondern auch den umliegenden Orten und eine Frau gar aus Lebach. Nach dem Pilgersegen, den uns Pastor Leist um 10 Uhr im Dom spendete, startete unsere gut 25 Frauen starke Gruppe bei strahlendem Sonnenschein durch das Wendelstal in Richtung Missionshaus, wo wir an der Grotte unsere erste Station machten.

Dort stimmten wir uns ein mit dem Lied „Einfach sein!“. Überraschend stieß der Grottenpater des Missionshauses zu uns und erteilte uns einen zweiten Pilgersegen - jetzt konnte wirklich nichts mehr passieren.

Auf dem Weg gab es immer wieder Impulse rund ums Thema in Form von Anregungen, Hinweisen und besinnlichen Texten. Über den Panoramaweg, wo man einen tollen Blick auf St. Wendel unten im Tal hat, bogen wir am Gipfelkreuz links ab, überquerten die Werschweilerstrasse und zogen durch den Wald in Richtung Billerborner Hof, wo wir ein gutes Stück vorher unter einem der Windräder eine kleine Pause einlegten. Für die Teilnehmer unerwartet kam plötzlich wie die wilde Jagd Annes Ehemann Roland mit seinem Auto angebraust und versorgte uns mit Kaffee, Tee und Kranzkuchen, denn Fasten heißt fasten, nicht hungern. Während unserer Pause banden zwei Teilnehmerinnen mit flinker und sachkundiger Hand einen Strauß aus Palmzweigen und bunten Bändern zusammen. Nach der Stärkung setzten wir unsere Wanderung fort. Das Lied „Schweige und höre“ stimmte uns auf den folgenden Kilometer ein, den wir schweigend und der Natur zuhörend zurücklegten.

Wir passierten die beiden Höfe und hinter dem Krankenhaus die Straße von Werschweiler nach St. Wendel. Am Sportzentrum stiegen wir hinab ins Bosenbachtal und suchten unseren Weg in Richtung St. Innenstadt. Unseren Palmbusch legten wir im Pfarrgarten dem hl. Wendelin zu Füßen, und dort - quasi am Ausgangspunkt - ging unsere Fastenwanderung auch zu Ende. Eine Pilgerin sagte „Wenn ich in einer Gruppe gehe, empfinde ich keine Müdigkeit, und die Lieder und die Impulse lassen die Füße fast von alleine laufen.“

Alles in allem war das ein überaus gelungener Tag!

Anne Kessler & Anne Geiger

Fastenwanderung am 24. März 2018 um 10 Uhr

FastenWandern & Entspannen

 

Am Samstag, 24. März, in der Fastenzeit, führen wir eine meditative Fastenwanderung rund um St. Wendel durch.

Sie beginnt um 10 Uhr morgens in der Wendalinusbasilika mit dem Pilgersegen.

Die Wanderung, die 12 bis 14 Kilometer lang sein wird, führt uns über den Wendelinuspilgerweg, aber auch durch Wald und Wiesen; deshalb empfehlen wir wetterfeste Kleidung und feste Schuhe sowie Verpflegung und Getränke.

Mit Impulsen rund ums Thema „Fasten “ werden wir immer wieder mal eine kleine Pause einlegen.

   Fasten – erfrischt die Seele.

Wandern – stärkt den Körper.

Entspannung – regt den Geist an.

 

Gönnen Sie sich diese persönliche „kleine Auszeit“,

und machen Sie sich mit uns auf den Weg!

Anne Geiger           und          Anne Kessler

Zertifizierte Pilgerbegleiterinnen