Orgelmusik am Abend

Immer im August und September jeden Jahres findet in der Wendelinus-Basilika die internationale Konzertreihe „Orgelmusik am Abend“ statt. Beginnend mit dem ersten Samstag im Monat finden in einem vierzehntägigen Turnus Orgelkonzerte statt. Die Konzerte dauern eine Stunde und werden von Gastorganisten aus nah und fern sowie dem Organisten der Wendelinus-Basilika gestaltet.

 

Die Klais-Orgel (Bonn) mit ihren 57 klingenden Registern sowie der faszinierende Kirchenraum mit der guten Akustik lassen die Musik aus ganz unterschiedlichen Epochen zu einem besonderen Erlebnis werden. Die Konzertreihe erfreut sich einer großen Beliebtheit und findet nun (2020) schon im 21. Jahr statt.

 

Beginn ist immer um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei! Um eine Spende zur Deckung der Kosten wird am Ende gebeten.

 

Samstag, 1. August 2020, Orgelkonzert mit Prof. Stefan Engels Dallas (USA)

Stefan Engels nahm zuerst Privatunterricht in Orgel und Klavier bei Wolfgang Seifen. Von 1983 bis 1986 studierte er Kirchenmusik am Gregoriushaus in Aachen (B-Examen mit Auszeichnung) unter Hans-Josef Roth. Von 1987 bis 1990 wirkte er als Kirchenmusiker in Viersen-Dülken.
Ab 1990 folgten Aufbaustudiengänge in Orgel und Chorleitung in Düsseldorf (Robert Schumann Hochschule) und Köln (A-Examen und Konzertexamen). Weitere Studien führten ihn in die USA zu Robert T. Anderson (Dallas) und zu Wolfgang Rübsam (Evanston).
1999 wurde Engels Professor für Orgelspiel am Westminster Choir College of Rider University, Princeton, New Jersey/USA. 2005 wechselte er als Nachfolger von Arvid Gast an das Kirchenmusikalische Institut der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.
Engels hat zahlreiche Tonträger für die Labels Naxos und Genuin eingespielt. Für Priory produziert er das Gesamtwerk für Orgel des Komponisten Sigfrid Karg-Elert.
Stefan Engels lebt in Charleston (South Carolina/USA) und Leipzig.

Samstag, 15. August 2020, Orgelkonzert mit Frantisek Vanicek, Hradec Králové (CZ)

Frantisek Vanicek (*1969) gewann nach dem Studium am Konservatorium in Pardubice (J. Rafaja) und an der Akademie der musischen Künste in Prag (J. Hora). Erfahrungen an der Akademie der Kunst in Utrecht. Er erwarb zweiten Preis in dem A. Schweitzer - Orgel - Wettbewerb in dem holländischen Deventer im Jahre 1991.

In demselben Jahr bewertete der tschechische Musikfonds seine ausländische Repräsentierung mit dem Prestigepreis Premier prix. Seit dem Jahre 1989 realisierte er hunderte Orgelsolokonzerte, vor allem im Ausland (z. B. Japan, USA, Australia, Singapore, Italien, Schweiz, Östereich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgie, Niederland, Polen, Dänemark, Schweden, Norwegen, Slovakai usw.).

Das Publikum und die Kritik schätzen sein „famoses und glänzend beherrschtes Spiel“ (De Orgelvriend, 1991), „den hervorragenden Künstler“ (Corriere di Torino, 1994), „faszinierendes Orgelspiel“ (Frankfurter Neue Presse, 1999) oder „Orgelmusik in Perfektion“ (Passauer Neue Presse, 2009). Seit dem Jahre 1995 unterrichtet er das Orgelspiel an der Universität Hradec Králové.

Samstag, 29. August 2020, Orgelkonzert mit Martin Ehlbeck, Hannover

Martin Ehlbeck studierte Kirchenmusik und Schulmusik in Hannover und Hamburg. Seine Orgellehrer waren Ulrich Bremsteller und Heinz Wunderlich. Nach seinem Studium war er zunächst Kirchenmusiker an der Kieler St. Nikolai-Kirche, bevor er 1987 als Kirchenkreiskantor und Organist an die Herrenhäuser Kirche in Hannover wechselte.
Er leitet die Kantorei Herrenhausen, die Kinderkantorei und die Capella Vocale Herrenhausen.
Neben seiner Chor- und Orchesterleitung setzt er sich als Organist verstärkt auch für die neue Musik ein und konzertiert auch im Ausland. Seit 1995 ist er außerdem Orgelsachverständiger der Hannoverschen Landeskirche.
Martin Ehlbeck engagiert sich für szenische Aufführungen von Oratorien als Musiktheater: 1998 produzierte er in der Herrenhäuser Kirche das Requiem von Gabriel Fauré als modernes Tanztheater und sowie im Expo-Jahre 2000 Bachs Matthäuspassion als zeitgenössische Oper. 2006, 2009 und 2012 folgten weitere Inszenierungen von Oratorien, 2015 die Johannespassion von Bach als geistliche Oper und jüngst 2018 und 2019 Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder.

Samstag, 12. September 2020, Orgelkonzert mit Werner Grothusmann, Saarbrücken

Werner Grothusmann studierte bei Prof. Gisbert Schneider Kirchenmusik an der Folkwanghochschule in Essen. Darüber hinaus erhielt er bei Prof. Werner Lechte (Düsseldorf), Unterricht in Gesang und Dirigieren. Über diesen kam auch sein erster Kontakt mit großer oratorischer Chormusik zu Stande, indem er während seine Studiums Vertretungen und Einstudierungen beim Städtischen Chor Recklinghausen und beim Chor der Maxkirche Düsseldorf übernahm. Sein beruflicher Werdegang führte ihn 1981 von Essen an die Dreifaltigkeitskirche in Neunkirchen/Wiebelskirchen, 1989 an die Wendalinus-Basilika in St. Wendel und 1998 an die Christkönigkirche in Saarbrücken. Neben zahlreichen Orgelkonzerten führte er dort als Leiter des Chores der Dreifaltigkeitskirche, des Basilika-Chores, des Chores der Christkönigkirche und des Kammerchores der Region Schaumberg-Blies - später Region Saarbrücken - zahlreiche große oratorische Werke wie Händels Messias, Bruckners Messe in d-moll, Mendelssohns Lobgesang sowie die Passionen J.S. Bachs auf. 1997 wirkte er bei den „Musikfestspielen Saar" und 2006 beim Katholikentag in Saarbrücken u. a. mit Haydns „Die Schöpfung" mit. Darüber hinaus leitete er in mehreren Arbeitsphasen den Diözesanjugendchor des Bistums Trier (u.a. Fauré, Requiem und Rutter, Magnificat). Seit 1981 ist er außerdem als Regionalkantor im Bistum Trier tätig. In dieses Arbeitsgebiet fällt  u. a. die Leitung der Fachstelle für Kirchenmusik Saarbrücken mit dem Schwerpunkt der C-Ausbildung für Kirchenmusiker. Hier unterrichtet er die Fächer Chorleitung, Orgel und Klavier.

Samstag, 26. September 2020, Orgelkonzert mit Stefan Klemm, St. Wendel

Folgende Organisten waren bisher im Rahmen der Reihe „Orgelmusik am Abend“ zu Gast:

Assmann, Joachim, Koblenz
Balzer, Mathias, Trier
Benkö, Jürgen, Bietigheim
Brögger, Jan, Neunkirchen
Czulak, Michael, Saarbrücken
Degen, Manfred, Pirmasens
Dewar, Andrew, Paris (F)
Prof. Düchtel, Norbert, Regensburg/Detmold
Ehlbeck, Martin, Hannover
Evers, Klaus, Bad Kreuznach
Fairs, Henry, Birmingham (GB)
Fauß, Andreas, Sondershausen/Thüringen
Prof. Fiseisky, Alexander, Moskau (RUS)
Prof. Ganz, Clemens, Köln
Grothusmann, Werner, Saarbrücken
Haßdenteufel, Martina, St. Wendel
Prof. Heinemann, Rudolf, Berlin
Hell, Felix, Baltimore (USA)
Hielscher, Hans-Uwe, Wiesbaden
Prof. Jaud, Reinhard, Innsbruck (A)
Just, Burkhard, Zürich (CH)
Kang, Dayoung, Seoul (Südkorea)
Klemm, Christoph, Innsbruck (A)
Korndörfer, Jens, Atlanta (USA)
Kraus, Barbara, Hamburg
Kunz, Stefan, St.Wendel
Lehnen, Elmar, Kevelaer
Prof. Marx, Bernhard, Freiburg
Mehs, Andreas, Völklingen
Dr. Miltschitzky, Josef, Ottobeuren
Nagata, Mami, Tokio (J)
Oreni, Paulo, Bergamo (I)
Petry, Norbert, Metz (F)
Richtsteig, Norbert, Aachen
Ringendahl, Christian, Markdorf
Rommelspacher, Stephan, Trier
Roth-Halther, Irene, Tägerwilen (CH)
Ruckdeschel, Ludwig, Passau
Prof. Saint, David, Birmingham (GB)
Salique, Jean Luc, St. Etienne (F)
Prof. Schmeding, Martin, Freiburg
Schönberger, Albert, Mainz
Scriven, Philip, Cranleigh (GB)
Seibert, Ulrich, Saarbrücken
Skara, Svein Amund, Oslo (N)
Solomonidou, Ioanna, Stuttgart
Steffenhagen, Detlef, Wächtersbach
Stollhof, Lukas, Oberwesel
Trost, Wolfgang, Marpingen
Utz, Michael, Brauweiler
Vanicek, Frantisek, Hradec Králové (CZ)
Walhain, Etienne, Tournai (B)
Zerfass, Dan, Worms