Orgelmusik am Abend

Immer im August und September jeden Jahres findet in der Wendelinus-Basilika die internationale Konzertreihe „Orgelmusik am Abend“ statt. Beginnend mit dem ersten Samstag im Monat finden in einem vierzehntägigen Turnus Orgelkonzerte statt. Die Konzerte dauern eine Stunde und werden von Gastorganisten aus nah und fern sowie dem Organisten der Wendelinus-Basilika gestaltet.

 

Die Klais-Orgel (Bonn) mit ihren 57 klingenden Registern sowie der faszinierende Kirchenraum mit der guten Akustik lassen die Musik aus ganz unterschiedlichen Epochen zu einem besonderen Erlebnis werden. Die Konzertreihe erfreut sich einer großen Beliebtheit und findet nun (2021) schon im 21. Jahr statt.

 

Beginn ist immer um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei! Um eine Spende zur Deckung der Kosten wird am Ende gebeten.

 

Samstag, 7. August 2021, Orgelkonzert mit Stefan Klemm, St. Wendel
Samstag, 21. August 2021, Orgelkonzert mit Prof. Bernhard Marx, St. Blasien

Erster Klavierunterricht bei Engelbert Keßler in St. Wendel (Saarland).
Studium an den Musikhochschulen und Universitäten in Saarbrücken, Freiburg und Paris. Orgelstudium bei Ludwig Doerr (in Saarbrücken und Freiburg), bei Marie–Claire Alain und bei Gaston Litaize in Paris. 1972 – 1975 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Meisterkurse in Haarlem bei Anton Heiller (Wien) und Luigi Ferdinando Tagliavini (Bologna).

1973 erhält Bernhard Marx den 3. Preis beim Internationalen Bachwettbewerb in Brügge, 1979 den 2. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb in Saarbrücken.

Zahlreiche Konzerte, Radio- , Fernseh- und CD–Aufnahmen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Großbritannien, Spanien, Portugal, Italien, Österreich, der Schweiz, Polen, USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Japan.

Seit 1972 ist er Titularorganist an der Johanneskirche Freiburg i. Br., deren berühmte Metzler-Orgel (III Manuale, 50 Register) 1981 unter seiner Beratung erbaut wurde.

1976 Hochschulabschlußprüfung in der Orgelklasse von Prof. Ludwig Doerr an der Musikhochschule Freiburg.

Seit 1979 unterrichtet er als Dozent, seit 1997 als Professor für Orgel, Orgelliteraturkunde und Geschichte der Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg a. N..

Seit 1987 ist Marx Erzbischöflicher Orgelinspektor der Erzdiözese Freiburg und in dieser Funktion zuständig für Restaurierungen, Umbauten und Neubauten von Orgeln.

1997 wurde Bernhard Marx berufen zum Künstlerischen Leiter der Internationalen Domkonzerte St. Blasien an der drittgrößten Kuppelkirche Europas (nach St. Peter in Rom und St. Paul’s Cathedral in London).
(www.domkonzerte-stblasien.de)
2011 Ernennung zum Titularorganisten am Dom St. Blasien

2003 begründete Marx den Internationalen Orgelwettbewerb „Dom zu St. Blasien“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Erwin Teufel (Stuttgart) und Weihbischof Dr. Paul Wehrle (Freiburg).

Bernhard Marx wird oft eingeladen als Jury–Mitglied bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben.

In den Konzert–Kritiken werden immer wieder seine Interpretationen gerühmt, die auf musikwissenschaftlich fundierten Forschungen beruhen, sowie seine Virtuosität und sein klangliches Gespür für expressive und werkgetreue Registrierungen

Samstag, 4. September 2021, Orgelkonzert mit Paolo Oreni , Bergamo (I)

Die Süddeutsche Zeitung beschreibt ihn als einen „jungen vielversprechenden talentierten italienischen
Künstler, ein Wunder an Fähigkeit mit phänomenaler Präzision, die noch immer ihresgleichen sucht“.
Paolo Oreni wurde 1979 in Treviglio geboren. Mit 11 begann er bei Meister Giovanni Walter Zaramella
am Musikinstitut „Gaetano Donizetti“ Orgel und Orgelkomposition zu studieren.
Dank der Stipendien durch das Kulturministerium von Luxemburg, der Gemeinde und der
Genossenschaftsbank von Treviglio setzt er ab 2000 seine musikalischen Studien am
Nationalkonservatorium von Luxemburg fort. Dort gewann er 2002 den ersten Preis im internationalen
Wettbewerb „Prix Interrégional-Diplòme de Concert“, einem angesehenen mitteleuropäischen Diplom.
Er sammelt die wertvollen Anstöße unterschiedlicher Meister von internationalem Niveau, insbesondere
von Jean-Paul Imbert und Lydia Baldecchi Arcuri, mit denen er sein Orgel- und Klavierrepertoire vertieft
und erweitert.
Entscheidend für seine Ausbildung ist die Begegnung mit Meister Jean Guillou, bei dem er an mehreren
Meisterklassen teilnahm. Dabei wurden die großen Orgeln in der Tonhalle Zürich und der Kirche St.
Eustache in Paris gespielt (Stiftung für internationale Meisterkurse für Musik).
Er gewann mehrere internationale Wettbewerbe. Im Juni 2004 erhielt er eine lobende Auszeichnung im
internationalen Wettbewerb „Ville de Paris“, hervorgehoben aus dem Kreis von 60 Organisten, die aus der
ganzen Welt kommen.
Er spielte als Duo mit Musikern des Philharmonischen Orchesters des Theaters der Scala in Mailand, in
kammermusikalischen Besetzungen und symphonischen Orchestern
(Gaetano Donizetti Orchester in Bergamo, Symphonieorchester “laVerdi” Mailand, Jeune Orchestre de
Paris, Orchestra Haydn Bozen, Symphonisches Orchester Zürich, Bochumer Symphoniker, Wiesbadener
Sinfonieorchester,...) und setzt seine intensive Tätigkeit als Konzertorganist weiter fort. In diesem Rahmen
wird er regelmäßig von den bekanntesten internationalen Festivals für Musik in Italien, Frankreich,
Luxemburg, Belgien, Deutschland, Österreich, Niederlande, Großbritannien, Dänemark, Schweden,
Spanien, Portugal, Finnland, Norwegen, Albanien, Israel, Polen, Rumänien, Malta, Tschechien und auf
den Kanarischen Inseln eingeladen.
Für die französische Plattenfirma Fugatto hat er auf der Bossi-Orgel in Cremolino eine CD aufgenommen,
ebenso für ORGANpromotion auf der Rieger-Orgel in Reutlingen, sowie für die Gemeinde von Salorno
in Südtirol an der Pirchner-Orgel. Viele Konzerte wurden von europäischen Radiosendern aufgenommen
und gesendet, unter anderem vom Bayerischen Rundfunk in München.
Seit 2006 wird er regelmäßig eingeladen, Meisterklassen über Improvisation und Literaturspiel von Bach
bis zur zeitgenössischen Musik in der Erzdiözese München, bei der renommierten internationalen
Akademie des Domes zu Altenberg und in verschiedenen deutschen Städten, wie z.B. Weiden in der
Oberpflalz, zu halten. Außerdem wird er oft als Jurymitglied zu nationalen und internationalen
Wettbewerben berufen.
Als Orgelsachverständiger beschäftigt er sich, in Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen
Orgelbauern, mit der Planung moderner Pfeifenorgeln. Durch diese Zusammenarbeit sind verschiedene
Instrumente entstanden, so z. B. für die Kirche Santa Anastasia in Villasanta (Monza), Santa Maria delle
Grazie al Naviglio (Mailand) sowie für die Kirche der Bruderschaft von Santa Caterina d’Alessandria in
Paternò (Sizilien).
Außerdem hat er seine Konzertorgel, genannt “Wanderer” entworfen, die derzeit größte transportable
Orgel ist.

Samstag, 18. September 2021, Orgelkonzert mit Werner Grothusmann, Saarbrücken

Werner Grothusmann studierte bei Prof. Gisbert Schneider Kirchenmusik an der Folkwanghochschule in Essen. Darüber hinaus erhielt er bei Prof. Werner Lechte (Düsseldorf), Unterricht in Gesang und Dirigieren. Über diesen kam auch sein erster Kontakt mit großer oratorischer Chormusik zu Stande, indem er während seine Studiums Vertretungen und Einstudierungen beim Städtischen Chor Recklinghausen und beim Chor der Maxkirche Düsseldorf übernahm. Sein beruflicher Werdegang führte ihn 1981 von Essen an die Dreifaltigkeitskirche in Neunkirchen/Wiebelskirchen, 1989 an die Wendalinus-Basilika in St. Wendel und 1998 an die Christkönigkirche in Saarbrücken. Neben zahlreichen Orgelkonzerten führte er dort als Leiter des Chores der Dreifaltigkeitskirche, des Basilika-Chores, des Chores der Christkönigkirche und des Kammerchores der Region Schaumberg-Blies - später Region Saarbrücken - zahlreiche große oratorische Werke wie Händels Messias, Bruckners Messe in d-moll, Mendelssohns Lobgesang sowie die Passionen J.S. Bachs auf. 1997 wirkte er bei den „Musikfestspielen Saar" und 2006 beim Katholikentag in Saarbrücken u. a. mit Haydns „Die Schöpfung" mit. Darüber hinaus leitete er in mehreren Arbeitsphasen den Diözesanjugendchor des Bistums Trier (u.a. Fauré, Requiem und Rutter, Magnificat). Seit 1981 ist er außerdem als Regionalkantor im Bistum Trier tätig. In dieses Arbeitsgebiet fällt  u. a. die Leitung der Fachstelle für Kirchenmusik Saarbrücken mit dem Schwerpunkt der C-Ausbildung für Kirchenmusiker. Hier unterrichtet er die Fächer Chorleitung, Orgel und Klavier.

Samstag, 2. Oktober 2021, Orgelkonzert mit Martin Ehlbeck, Hannover

Martin Ehlbeck studierte Kirchenmusik und Schulmusik in Hannover und Hamburg. Seine Orgellehrer waren Ulrich Bremsteller und Heinz Wunderlich. Nach seinem Studium war er zunächst Kirchenmusiker an der Kieler St. Nikolai-Kirche, bevor er 1987 als Kirchenkreiskantor und Organist an die Herrenhäuser Kirche in Hannover wechselte.
Er leitet die Kantorei Herrenhausen, die Kinderkantorei und die Capella Vocale Herrenhausen.
Neben seiner Chor- und Orchesterleitung setzt er sich als Organist verstärkt auch für die neue Musik ein und konzertiert auch im Ausland. Seit 1995 ist er außerdem Orgelsachverständiger der Hannoverschen Landeskirche.
Martin Ehlbeck engagiert sich für szenische Aufführungen von Oratorien als Musiktheater: 1998 produzierte er in der Herrenhäuser Kirche das Requiem von Gabriel Fauré als modernes Tanztheater und sowie im Expo-Jahre 2000 Bachs Matthäuspassion als zeitgenössische Oper. 2006, 2009 und 2012 folgten weitere Inszenierungen von Oratorien, 2015 die Johannespassion von Bach als geistliche Oper und jüngst 2018 und 2019 Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder.

Folgende Organisten waren bisher im Rahmen der Reihe „Orgelmusik am Abend“ zu Gast:

Assmann, Joachim, Koblenz
Balzer, Mathias, Trier
Benkö, Jürgen, Bietigheim
Brögger, Jan, Neunkirchen
Czulak, Michael, Saarbrücken
Degen, Manfred, Pirmasens
Dewar, Andrew, Paris (F)
Prof. Düchtel, Norbert, Regensburg/Detmold
Ehlbeck, Martin, Hannover
Evers, Klaus, Bad Kreuznach
Fairs, Henry, Birmingham (GB)
Fauß, Andreas, Sondershausen/Thüringen
Prof. Fiseisky, Alexander, Moskau (RUS)
Prof. Ganz, Clemens, Köln
Grothusmann, Werner, Saarbrücken
Haßdenteufel, Martina, St. Wendel
Prof. Heinemann, Rudolf, Berlin †
Hell, Felix, Baltimore (USA)
Hielscher, Hans-Uwe, Wiesbaden
Prof. Jaud, Reinhard, Innsbruck (A)
Just, Burkhard, Zürich (CH)
Kang, Dayoung, Seoul (Südkorea)
Klemm, Christoph, Innsbruck (A)
Korndörfer, Jens, Atlanta (USA)
Kraus, Barbara, Hamburg
Kunz, Stefan, St.Wendel †
Lehnen, Elmar, Kevelaer
Prof. Marx, Bernhard, Freiburg
Mehs, Andreas, Völklingen
Dr. Miltschitzky, Josef, Ottobeuren
Nagata, Mami, Tokio (J)
Oreni, Paulo, Bergamo (I)
Petry, Norbert, Metz (F)
Richtsteig, Norbert, Aachen †
Ringendahl, Christian, Markdorf
Rommelspacher, Stephan, Trier
Roth-Halther, Irene, Tägerwilen (CH)
Ruckdeschel, Ludwig, Passau
Prof. Saint, David, Birmingham (GB)
Salique, Jean Luc, St. Etienne (F)
Prof. Schmeding, Martin, Freiburg
Schönberger, Albert, Mainz
Scriven, Philip, Cranleigh (GB)
Seibert, Ulrich, Saarbrücken
Skara, Svein Amund, Oslo (N)
Solomonidou, Ioanna, Stuttgart
Steffenhagen, Detlef, Wächtersbach
Stollhof, Lukas, Oberwesel
Trost, Wolfgang, Marpingen
Utz, Michael, Brauweiler
Vanicek, Frantisek, Hradec Králové (CZ)
Walhain, Etienne, Tournai (B)
Zerfass, Dan, Worms